
Zur Geschichte des Karnevals
in Groß Lindow
Als ein paar kluge Köpfe 1975 beschlossen, in diesem Ort Fasching zu feiern, griffen sie diese Idee nicht aus der Luft. Die Entwicklung des Karnevals begann schon weit vor
der Jahrhundertwende, als man im Jahre 1840 in Weißenspring einen Fastnachtsverein gründete. Damit hat dieser kleine Ort, der 1974 in Groß Lindow eingemeindet wurde,
die nachweislich längste Fastnachtstradition.
An einem vom 1877 gegündeten Schifferverein gebauten Fastnachtsschiffchen, wurde Bänder der Jahre 1842 bis 1979 angebracht,
die diese historische Vergangenheit nachweisen.
Es wurde auch später in Oberlindow und in Unterlindow Fastnacht gefeiert. Aus den Erinnerungen der Lindower geht jedoch hervor
, dass Unterlindow und Oberlindow getrennt Fastnacht feierten. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Altlindower durch neu hinzugezogene Fastnachtsfreunde unterstützt.
Neue Traditionen entwickelten sich, zum Beispiel, dass die Zamperfreunde aus Ober- und Unterlindow gemeinsam feierten.
Erst nach der Zusammenlegung der beiden Ortsteile
in den 50er Jahren zu Groß Lindow wurde gemeinsam Fastnacht gefeiert. Mit dem "rheinländischen" Friseur Frevel und Paul Rose gab es dann den Umschwung zum Fasching.
Es wurde zwar noch gezampert, aber es gab jetzt auch einen Elferat, eine Garde und ein Prinzenpaar.


